Deutsch-Französischer Kulturkreis Heidelberg

Deutsch-Französischer Kulturkreis Heidelberg

Vortrag in deutscher Sprache

Montpellier-Haus, Kettengasse 19, 69117 Heidelberg, Eintritt frei

Zur Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert: Der Protestantismus feierte in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts seine Erfolge in Frankreich. Besonders im Süden Frankreichs konnte sich der Calvinismus festsetzen. Und doch blieb auch das Languedoc von politischen und religiösen Spannungen nicht verschont. Die Religionskriege (1559 – 1629) die im Massaker der Bartholomäusnacht gipfelten, führten immer wieder zu Ausbrüchen von Gewalt. Erst 1598 schaffte Heinrich IV einen Ausgleich zwischen den Religionen. Jahrzehnte später ist es gerade sein Sohn, Ludwig XIII., der 1622 den Krieg gegen die Protestanten nach Jahrzehnten der Koexistenz wieder aufnimmt. 2022 gedenkt Montpellier der Belagerung von 1622, bei der die Stadt nahezu zerstört wurde.

Guilhem Zumbaum-Tomasi geht in seinem Vortrag der Frage nach, wie die Bewegung der Protestanten besonders im Süden Frankreichs gedeihen konnte und wie es bereits vor Ludwig XIV. dazu kam, dass der französische Protestantismus marginalisiert wurde. Als Historiker arbeitete er in diversen Museen und Gedenkstätten in Berlin und Heidelberg, bevor er 2021 die Leitung des Hugenottenmuseums in Berlin übernahm.

Eine Veranstaltung des Montpellier-Hauses in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Kulturkreis e.V. (dfk)

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