Deutsch-Französischer Kulturkreis Heidelberg

Deutsch-Französischer Kulturkreis Heidelberg

Vortrag anlässlich 450 Jahre Bartholomäusnacht im Rahmen der Reihe „Vom ‚Flüchtling‘ zum Bürger – Wie Geflüchtete die kulturelle Identität ihrer neuen Heimat bereichern“, veranstaltet von Sigrid Zweygart-Pérez, Pfarrerin für Flucht und Migration

Christuskirche Heidelberg, Zähringer Straße 30, 69115 Heidelberg, Eintritt frei

Am 22. August 1572 fällt Gaspar de Coligny, Heerführer der französischen Protestanten, einem Anschlag zum Opfer, nachdem noch zwei Tage zuvor Protestanten und Katholiken gemeinsam die Hochzeit der beiden 19-jährigen Heinrich von Navarra und Marguerite von Valois gefeiert hatten. Was als Rache der Guise gegen Coligny begann, wendet sich in den nachfolgenden beiden Tagen zu einem Blutrausch. Mit Unterstützung des französischen Königshauses werden alle in Paris anwesenden Calvinisten, ohne Ansehen ihres Standes, Alters oder Geschlechts, ermordet. Eingeläutet wurde das Massaker um 2 Uhr in der Früh von den Glocken der Kirche Saint-Germain-l'Auxerrois.

Der Historiker Guilhem Zumbaum-Tomasi, Leiter des Hugenottenmuseums Berlin, vormals Leiter der Museumspädagogik der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte Heidelberg, wirft einen Blick auf die „Pariser Bluthochzeit“, die tief ins kollektive Gedächtnis der Franzosen eingebrannt ist.

Eine Veranstaltung der Christus-Luther-Markus-Gemeinde und des Deutsch-Französischen Kulturkreises (dfk).